„Apeel“ möchte mit neuer „Coating“-Technik die Verschwendung von Lebensmitteln verringern und für mehr Genuss durch Frische sorgen. Das sind die Gründe für die natürliche Schutzhülle für Früchte, die sie wie eine zweite Haut schützen sollen.

Zweite Haut aus pflanzlichen Fetten

Frischere, haltbarere Früchte durch Hightech? Das verspricht eine innovative Schutzhülle bislang vor allem für Avocados. Die „zweite Haut“ der Frucht besteht aus pflanzlichen Fetten (Lipiden und Glycerolipiden), die z. B. in Schalen und im „Fleisch“ von Gemüse und Früchten enthalten sind. Mit dem neuen „Apeel-Verfahren“ wird die zusätzliche Beschichtung in flüssiger Form aufgetragen. Quasi als zweite Schale über der eigenen. Wenn man darauf achtet, fühlt sich eine Apeel Avocado auch etwas „wachsiger“ als ihre nicht doppelt-geschützten Beeren-Freundinnen an.

Wasser drin, Sauerstoff draußen

Zwei simple Gründe sprechen für die zweite Haut: Wasser bleibt in der Avocado, Sauerstoff außen vor. Anders ausgedrückt: die Früchte reifen bei Transport und Lagerung langsamer nach und bleiben so länger frisch. Das US-Biotech-Unternehmen „Apeel Sciences“ und der Einzelhandel sehen durch die längere Haltbarkeit einen wichtigen Schritt gegen die weltweite Lebensmittelverschwendung.

Nachhaltiger Transport durch längere Haltbarkeit

Und auch der Transport soll durch das „Coating“, also das Ummanteln der Früchte, nachhaltiger werden. Vor allem exotische Früchte, die schnell verderblich sind oder fix an Geschmack verlieren, könnten durch Apeel künftig per Schiff statt mit dem Flugzeug transportiert werden.

Nebenprodukte schützen Avocado und Co

Die zweite Haut von Avocados und neuerdings auch Orangen und Mandarinen ist essbar, entsprechend gesundheitlich unbedenklich und ansonsten geschmacksneutral. Außerdem wird die Schutzhülle aus Nebenprodukten der Landwirtschaft hergestellt, die bislang als Abfall keine Verwendung fanden.

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